MASSNAHMEN GEGEN CORONA-KRISE

UNTERSTÜTZUNG FÜR AARGAUER UNTERNEHMEN

Hier informieren wir Sie gezielt über jene Massnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus vor, die zur Unterstützung von Schweizer und Aargauer Unternehmen erlassen wurden. Diese Seite wird regelmässig aktualisiert. Letzte Aktualisierung: 15. April 2020

15. April 2020

Aargau: 3-teiliges Hilfspaket für die Wirtschaft

Das am 25. März 2020 beschlossene kantonales Hilfspaket für die Aargauer Wirtschaft im Umfang von 300 Millionen Fr. wird konkretisiert. Der Regierungsrat hat heute folgendem 3-Stufen-Hilfsmodell zugestimmt:

  • Massnahme 1: Sofortzahlung an kleine Unternehmen (1-10 MA), deren Überleben trotz Soforthilfe des Bundes nicht gesichert ist, als weitere Überbrückung eines Liquiditätsengpasses während 3 Monaten. Diese wird nach oben begrenzt sein. Das Unternehmen muss alle anderen Optionen zur Schonung der Liquidität schon ausgeschöpft haben (inkl. Kurzarbeit oder EO für die Lohnkosten).
  • Massnahme 2: Kreditausfallgarantien von 85% für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU / 1-250 MA), welche mehr Liquiditätsbedarf haben als das Programm Covid-19 des Bundes ermöglicht. Kredit maximal 10% des Umsatzes bis 500’000 Fr.
  • Massnahme 3: Zusätzliche Unterstützung für Härtefälle des Kantons für KMU, deren Situation zusätzliche Kredite oder Beiträge erfordert, welche sonst nicht abgedeckt sind. Primär als Überbrückungskredit bis maximal 1 Mio. Fr., allenfalls garantiert bis 100%, sekundär als Direktzahlung à fonds perdu.

Diese Massnahmen des Kantons Aargau zielen darauf hin, das Überleben in den nächsten Monaten sicherzustellen. Sie sind keine Kompensation für entgangenen Umsatz oder Gewinn auf Grund des Lockdown der Regierung. Alle Massnahmen des Kantons sind subsidiär, d.h. sie greifen erst, wenn die Möglichkeiten des Bundes ausgeschöpft sein.

Als Abwicklungsstellen dienen für die Massnahmen 1 und 3 unser Partner Hightech Zentrum Aargau (Direktkontakt siehe rechtes Fenster), im Fall 2 die Aargauer Banken. Wir vermitteln Ihnen gerne einen persönlichen Kontakt.

DETAILS MASSNAHMEN KANTON AARGAU
TV-BERICHT ÜBER AARGAUER MASSNAHMEN

9. April 2020

Bund: Mit weiteren Massnahmen krisenbedingte Konkurswelle verhindern

Der Bundesrat will Massnahmen ergreifen, um Schweizer Unternehmen vor einem coronabedingten Konkurs zu bewahren. Die Verordnung tritt am 20. April in Kraft. Sie umfasst zwei vorübergehende Regelungen:

  • befristete Entbindung von der Pflicht zur Benachrichtigung des Konkursgerichts, wenn eine Überschuldung droht.
  • befristeten Covid-19-Stundung: vorübergehende Stundung von drei Monaten ohne Sanierungsplan in einem raschen, unbürokratischen Verfahren für kleinere Unternehmen eine gewähren, verlängerbar um weitere drei Monate.

Der Bundesrat verlängert jedoch den Betreibungsstillstand sowie die Gerichtsferien in den Zivil- und Verwaltungsverfahren nicht. Sie enden wie geplant am 19. April 2020 um Mitternacht.

7. April 2020

Stadt Zofingen entlastet Gewerbetreibende finanziell

Der Zofinger Stadtrat hat für Zofinger Gewerbetreibende einen Nachtragskredit von CHF 50’000 gesprochen. Damit sollen, ergänzend zu den bereits beschlossenen Massnahmen von Bund und Kanton, besonders stark betroffene Zofinger Gewerbetreibende unterstützt werden.

  • Mieter von städtischen Gewerbeliegenschaften sowie selbständig erwerbende Mieter von städtischen Wohnliegenschaften können eine Stundung und/oder eine vorübergehende Mietreduktion beantragen (Kontakt: Abteilung Finanzbuchhaltung).
  • Die Stadt verzichtet auf die Abgaben für die Nutzung von öffentlichen Altstadtflächen durch Restaurants und Verkaufsgeschäfte im Jahr 2020.
  • Ausserdem wird die Stadt Zofingen zur Verbesserung der Liquidität ihrer Lieferanten alle Rechnungen so früh wie möglich bezahlen und die Zahlungsfristen nicht abwarten.

3. April 2020

Bund: Bundesrat erhöht Bürgschaftsvolumen für Liquiditätshilfe auf 40 Milliarden

Der Bundesrat beantragt den Eidgenössischen Räten eine Erhöhung des maximalen Bürgschaftsvolumens von 20 Milliarden auf insgesamt 40 Milliarden Franken. 10 Milliarden davon werden als dringlich beantragt.
Gleichzeitig hat er ein Konzept zur Missbrauchsbekämpfung beschlossen. Dieses enthält insbesondere folgende Massnahmen:

  • Die zentrale Stelle der Bürgschaftsorganisationen überprüft sämtliche COVID-19-Kreditvereinbarungen.
  • Mittels Verknüpfung von Mehrwertsteuer- und anderen Daten erfolgt eine systematische Überprüfung der COVID-19-Kredite
  • Die Straf- und Haftungsbestimmungen werden verschärft . Neben den kreditbeantragenden Unternehmen sollen auch deren zuständigen Organe und die dahinterstehenden natürlichen Personen belangt werden können.

ALLE MASSNAHMEN

27. März 2020

Aargau: Steuerliche Entlastungsmassnahmen

Zur Entlastung der durch die Corona-Pandemie belasteten Steuerpflichtigen hat das Kantonale Steueramt steuerliche Massnahmen für die ganze Bevölkerung und alle Unternehmen im Kanton Aargau umgesetzt. Das Wichtigste:

  • Die Frist zum Einreichen der Steuererklärung 2019 wird für die juristischen Personen bis zum 30. September 2020 verlängert. Es muss kein Gesuch für Fristerstreckung eingereicht werden.
  • Verzugszinsen bei verspäteter Bezahlung der Steuerrechnung: Vom 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 ist bei verspäteter Bezahlung der Steuern, die in diesem Zeitraum fällig werden, kein Verzugszins geschuldet.
  • Mahn- und Betreibungsstopp: Für Steuerforderungen gilt ein Mahn- und Betreibungsstopp bis zum 30. Juni 2020.

ALLE MASSNAHMEN

26. März 2020

Aargau: Coronavirus – Recht und Gesetz / AIHK-Merkblatt

Der Bedarf an verlässlichen rechtlichen Daten ist zurzeit besonders hoch. Die Massnahmen des Bundesrats zur Bekämpfung des Coronavirus und die rechtliche Beurteilung der Lage ändern sich allerdings fast täglich. Die nachfolgenden Informationen sollen eine gewisse Orientierungshilfe bieten. Sie werden laufend aktualisiert.

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25. März 2020

Bund: Zusätzliches Massnahmenpaket zur Stützung der Wirtschaft

Der Bundesrat hat am 25. März 2020 weitere Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Sie betreffen die Stellenmeldepflicht, die Arbeitslosenversicherung, die Kurzarbeitsentschädigung und die berufliche Vorsorge.

  • Bei der Stellenmeldepflicht (STMP) werden die Meldepflicht und alle damit verbundenen Aufgaben und Pflichten für Arbeitgeber und die öffentliche Arbeitsvermittlung vorübergehend aufgehoben.
  • Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (ALV) wird auf das Einreichen des Nachweises von Arbeitsbemühungen verzichtet.
  • Die Frist zur Voranmeldung für Kurzarbeit (KAE) wird aufgehoben. Die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit wird von 3 auf 6 Monate verlängert. Die Kurzarbeitsentschädigung wird neu auch für arbeitgeberähnliche Angestellte ausrichtet. Sie erhalten 3320.- Franken für eine Vollzeitstelle. Es handelt sich dabei um eine Pauschale, die keine Kürzung erfährt.
  • Im Bereich der Beruflichen Vorsorge dürfen Arbeitgeber für die Bezahlung der Arbeitnehmerbeiträge an die berufliche Vorsorge vorübergehend die von ihnen geäufneten Arbeitgeberbeitragsreserven verwendet werden.

MEDIENMITTEILUNG

25. März 2020

Bund: Gewährung von Krediten mit Solidarbürgschaften des Bundes (Covid-Überbrückungskredite)

An seiner ausserordentlichen Sitzung vom 25. März 2020 hat sich der Bundesrat mit der Liquiditätshilfe für KMU befasst. Diese sollen raschen Zugang zu Krediten für die Überbrückung von Corona-bedingten Liquiditätsengpässen erhalten. Die Kredite sollen am besten direkt bei der eigenen Hausbank beantragt werden. Sie werden vom Bund abgesichert. Die entsprechende Verordnung tritt am 26. März 2020 in Kraft; ab diesem Zeitpunkt können Kreditgesuche gestellt werden.

MEDIENMITTEILUNG
LINK KREDITGESUCHE

25. März 2020

Aargau: Soforthilfe für Unternehmen

Der Regierungsrat will in Absprache mit der Kommission für Aufgabenplanung und Finanzen (KAPF) 300 Millionen Franken für ein kantonales Massnahmenpaket zur Verfügung stellen. Damit sollen besonders stark von den Folgen der Coronavirus-Pandemie betroffene Unternehmen und selbständig Erwerbende unterstützt werden. Dies in Ergänzung zu den vom Bund beschlossenen Massnahmen. Der Regierungsrat plant das kantonale Massnahmenpaket am 15. April 2020 mittels Sonderverordnungsrecht zu verabschieden.

20. März 2020

Bund: Massnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie

Der Bundesrat hat ein umfassendes Massnahmenpaket in der Höhe von 32 Milliarden Franken zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Ziel der auf verschiedene Zielgruppen ausgerichteten Massnahmen ist, Entlassungen zu vermeiden, die Beschäftigung zu erhalten, Löhne zu sichern und Selbständige aufzufangen. Überblick über die Massnahmen:

A. Liquiditätshilfen für Unternehmen

Soforthilfe mittels verbürgten COVID-Überbrückungskrediten

Damit betroffene KMUs (Einzelunternehmen, Personengesellschaften, juristische Personen) Überbrückungskrediten von den Banken erhalten, wird der Bundesrat ein Garantieprogramm im Umfang von 20 Milliarden CHF aufgleisen. Betroffene Unternehmen sollen rasch und unkompliziert Kreditbeträge bis zu 10% des Umsatzes oder maximal 20 Mio. CHF erhalten. Dabei sollen Beträge bis zu 0,5 Millionen CHF von den Banken sofort ausbezahlt werden und vom Bund zu 100% garantiert werden. Darüber hinaus gehende Beträge sollen vom Bund zu 85% garantiert werden und eine kurze Bankprüfung voraussetzen. Von dieser Massnahme können auch Startups und Jungunternehmen davon profitieren, die vor dem 1.3.2020 gegründet wurden und noch keine Umsätze verzeichnen.

Zahlungsaufschub bei Sozialversicherungsbeiträgen

Den von der Krise betroffenen Unternehmen kann ein vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub für die Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) gewährt werden.

Liquiditätspuffer im Steuerbereich und für Lieferanten des Bundes

Unternehmen sollen die Möglichkeit haben, die Zahlungsfristen zu erstrecken, ohne Verzugszins zahlen zu müssen. Aus diesem Grund wird für die Mehrwertsteuer, für Zölle, für besondere Verbrauchssteuern und für Lenkungsabgaben in der Zeit vom 21. März 2020 bis 31. Dezember 2020 der Zinssatz auf 0,0 Prozent gesenkt. Es werden in dieser Zeitspanne keine Verzugszinsen in Rechnung gestellt. Für die Direkte Bundessteuer gilt dieselbe Regelung ab dem 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020.

Rechtsstillstand gemäss Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchkG)

Vom 19. März bis und mit 4. April 2020 dürfen Schuldnerinnen und Schuldner in der ganzen Schweiz nicht betrieben werden.

MEDIENMITTEILUNG

B. Ausweitung und Vereinfachung Kurzarbeit

Neu kann die Kurzarbeitsentschädigung auch für Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen oder Temporärarbeit, wie auch Personen, die in einem Lehrverhältnis stehen, ausgerichtet werden.

Ausserdem kann Kurzarbeitsentschädigung neu auch für arbeitgeberähnliche Angestellte wie z.B. Gesellschafter einer Gmbh, welche als Angestellte gegen Entlohnung im Betrieb bezahlt werden.

Die bereits gesenkte Karenzfrist (Wartefrist) für Kurzarbeitsentschädigungen wird aufgehoben.

Neu müssen Arbeitnehmer nicht mehr zuerst ihre Überstunden abbauen, bevor sie von Kurzarbeitsentschädigungen profitieren können.

Bei der Abwicklung der Gesuche sowie der Zahlungen von Kurzarbeit wurden Vereinfachungen vorgenommen.

VORANMELDUNG UND INFO FÜR UNTERNEHMEN MIT SITZ IM KANTON AARGAU
FORMULARE KURZARBEIT
KURZARBEIT  –  SECO-INFOBROSCHÜRE

C. Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Selbständige

Selbständig Erwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden entschädigt, sofern nicht bereits eine Entschädigung oder Versicherungsleistung besteht. Eine Entschädigung ist für folgende Fälle vorgesehen:

  • Schulschliessungen
  • Ärztlich verordnete Quarantäne
  • Schliessung eines selbstständig geführten öffentlich zugänglichen Betriebes

Die Regelung gilt auch für freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die einen Erwerbsunterbruch erleiden, weil ihre Engagements wegen der Massnahmen gegen das Coronavirus annulliert werden oder weil sie einen eigenen Anlass absagen müssen.

LINK SVA AARGAU

Weitere Informationen für Unternehmen

Organisation von Generalversammlungen

Bezüglich der Durchführung von Generalversammlungen weist der Bundesrat auf die bestehende Möglichkeit des Aktionärs hin, sich an der GV vertreten zu lassen, insbesondere durch den unabhängigen Stimmrechtsvertreter und den Organvertreter. Betroffene Unternehmen sollen ihren Aktionären entsprechend empfehlen, sich an der GV vertreten zu lassen, um so die Zahl der Teilnehmer zu reduzieren. Der Bundesrat weist ausserdem darauf hin, dass eine GV auch verschoben werden kann; bei der sechsmonatigen Frist zur Durchführung einer GV handelt es sich einzig um eine Ordnungsfrist. Auch Beschlüsse, die an einer verspätet durchgeführten GV gefasst werden, sind gültig.

Unterstützungsmassnahmen seitens des privaten Sektors

Viele Einrichtungen, Stiftungen und Unternehmen bieten KMU, die in Folge der Ausbreitung des Coronavirus in Schwierigkeiten geraten sind, Hilfe in Form von Finanzierungen oder Beratung an.

MEHR INFORMATIONEN

Pandemieplan: Handbuch für die betriebliche Vorbereitung

Ein Pandemieplan beschreibt die Massnahmen, um im Pandemiefall die Mitarbeitenden vor Ansteckungen zu schützen und den Betrieb aufrecht zu erhalten. Es richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmungen (KMU). Der Pandemieplan soll mithelfen, die betriebliche Infrastruktur aufrechterhalten, damit die essentiellen Geschäftsprozesse gewährleistet bleiben, sowie das Infektionsrisiko am Arbeitsplatz minimieren (durch organisatorische und materielle Planung). Diverse Planungshilfen erleichtern die Situationserfassung und Planung in einem Unternehmen.

DOKUMENTE PANDEMIEPLAN

LIQUIDITÄTS-SICHERUNG

Covid19-Überbrückungskredite

Gewährung von Sofort-Krediten mit Solidarbürgschaft des Bundes
NEU: ERHÖHT BIS MAX. 40 MIA FR.

Kreditgesuche können bis am 31. Juli 2020 über die Website www.Covid19.EasyGov.swiss
eingereicht werden.

Hilfspaket Wirtschaft Aargau

Ergänzende Sofortzahlungen an Kleinunternehmen des Kantons Aargau für Kleinfirmen bis maximal 100 Mio Fr.

Kreditgesuche können bis am 30. Juni 2020 über unseren Partner  Hightech Zentrum Aargau
eingereicht werden.

WIR EMFPEHLEN

SCHNELLE UNTERSTÜTZUNG FÜR AARGAUER UNTERNEHMEN

Das Hightech Zentrum Aargau unterstützt die Aargauer Unternehmen schnell, unkompliziert und kostenlos bei technischen, wirtschaftlichen oder organisatorischen Fragestellungen

056 560 50 70

Mo – Do  8.00 – 12.00 /13.30 – 16.30 Uhr
Fr 8.00 – 12.00 / 13.30 – 16.00 Uhr

www.hightechzentrum.ch/support

Diverse Hotlines

BUND
058 463 00 00 Medizinische Fragen

SECO
058 462 00 66 Infoline für Unternehmen

KT. AARGAU
0900 401 501 – Medizinische Hilfe
062 835 19 74 – Kurzarbeitsentschädigung
062 836 81 81- Erwerbsausfallentschädigung